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Demokratie in Religionen und Kirchen

Konfession/Kirche
Demokratische Ernennung von Priestern/Bischöfen
Zölibat und Frauenmitwirkung in der Kirche
Internet-Link
Altkatholiken
Der Bischof wird auf einer Synode gewählt, der aus den Gemeinden entsandte Laien und Geistliche angehören:
Die Altkatholiken sind eine moderne katholische Kirche mit 1870 Jahren gemeinsamer Geschichte mit der römisch-katholischen Kirche, dann eigenständiger Weg mit vielen Reformen, aber immer im katholischen Glauben.Der Papst wird als oberste Autorität abgelehnt. Kein Mensch und auch nicht der Papst kann unfehlbar sein. Kirche wird von allen gemeinsam mitgestaltet (Demokratie; synodales Prinzip wie in der Kirche der ersten Jahrhunderte). Offenheit gegenüber anderen Kirchen. Volljährige Gemeindemitglieder haben Mitbestimmungsrechte, die vor allem auf den halbjährlichen Gemeinde-Versammlungen wahrgenommen werden. Dazu zählen u.a. die Wahl des Kirchenvorstandes, der Synodalabgeordneten und i.d.R. des Pfarrers.
Verheiratete Priester sind gestattet:

Die Geistlichen sind vom Zölibat grundsätzlich dispensiert; es bleibt ihnen jedoch unbenommen, freiwillig ehelos zu leben.

Frauen können zu Priesterinnen geweiht werden und sind in allen Bereichen den Männern gleichgestellt
http://de.wikipedia.org/wiki/Altkatholische_Kirche


Unterschiede der Altkatholischen zur
römisch-katholischen Kirche und zu den evangelischen Kirchen:
http://www.altkatholiken-linz.at/information/unterschied-zu-romisch-katholisch-und-evangelisch
Buddhismus
Die Regeln im Orden sind demokratisch gestaltet und orientieren sich am Wohl der Mehrheit und dem Einklang mit Buddhas Lehren. In der Sanskrit-Tradition unterscheiden sich teilweise die Regeln von der Theravada Tradition der Patimokkha. Die Kernregeln sind aber dieselben. So scheint es, dass Regeln angepasst oder hinzugefügt wurden. Die Möglichkeit zur Änderung wurde vom Buddha erlaubt, wenn der Orden das mehrheitlich beschließt. Die Änderungen zeigen sich allein daran, dass Bhikkhus (Pali) 227 Gelübde und Bhikshus (Sanskrit) 253 Gelübde halten.
Buddhistische Nonnen und Mönche leben im Zölibat.
http://de.wikipedia.org/wiki/Buddhistisches_Mönchtum
Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
Der Rat der EKD ist das Leitungsgremium der Evangelischen Kirche in Deutschland. Er besteht aus 15 Mitgliedern: neben dem bzw. der Präses der Synode werden von der Synode und der Kirchenkonferenz gemeinsam 14 weitere gewählt. Aus seiner Mitte wählen Synode und Kirchenkonferenz einen Vorsitzenden auf Vorschlag der Ratsmitglieder.[9] Seine Amtszeit beträgt sechs Jahre.
Die Frauenordination und die Ordination homosexueller Pfarrer ist in allen Landeskirchen der EKD zugelassen. Die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ist gegenwärtig in zehn von 20 Landeskirchen der EKD möglich, soweit der Ortspfarrer und die Kirchengemeindeleitung einverstanden sind. Das Kirchenamt der EKD hat in einer für die Landeskirchen nicht verbindlichen Orientierungshilfe erklärt, dass in einer eingetragenen Partnerschaft lebende Pfarrer mit ihrem Partner gemeinsam im Pfarrhaus leben können, falls dies kirchenrechtlich in der jeweiligen Landeskirche zulässig ist und die jeweilige Gemeinde zugestimmt hat
http://de.wikipedia.org/wiki/EKD
Koptische Kirche
Die Papstwahl bei den Kopten wird durch die Traditionen der koptischen Kirche geregelt, die als eine der ältesten christlichen Kirchen gilt, sowie durch ein Präsidentendekret aus dem Jahre 1957. Der Wahlprozess nimmt mindestens drei Monate in Anspruch. Der neue Papst wird von einer Versammlung gewählt, die aus drei Gremien besteht: Das mächtigste ist die Heilige Synode. Sie besteht aus bis zu 150 Bischöfen und anderen hohen Würdenträgen. Hinzukommt der sogenannte Millet-Rat, ein weltliches Gremium mit 24 gewählten Mitgliedern, unter ihnen auch einige Frauen. Ebenfalls stimmberechtigt ist ein vom ägyptischen Präsidenten ernanntes Gremium. Es umfasst wichtige koptische Persönlichkeiten.
Innerhalb eines Monats nach dem Tod eines Papstes soll ein 19-köpfiges Gremium zusammentreten und zunächst eine Kandidatenliste erstellen. Wählbar ist ein koptischer Ägypter, der älter als 40 Jahre alt ist und seit mindestens 15 Jahren im Kloster lebt. Es muss mindestens fünf Kandidaten geben, aber nicht mehr als sieben. Dann wird gewählt.
Das letzte Wort hat allerdings nicht die Wahlversammlung,
sondern der Wille Gottes, so will es die Tradition. Daher werden im Anschluss an die Wahl die Namen der drei Kandidaten mit den meisten Stimmen auf Zettel geschrieben. Ein blindes Kind wählt einen davon aus.
Zölibat bei den Ostkirchen:
Im Gegensatz zum Westen können bei den Katholischen Ostkirchen Priester verheiratet sein. Eine Heirat nach der Weihe ist nicht möglich. Nur die Bischöfe verpflichten sich zum Zölibat.
Katholische Kirchen des Orients (Ostkirchen):
Als Unierte Kirchen oder offiziell Katholische Ostkirchen werden jene Ostkirchen bezeichnet, die als Teilkirchen der römisch-katholischen Kirche unter dem Papst von Rom mit der Lateinischen Kirche in Glaubens-, Gebets- und Sakramentengemeinschaft stehen. Sie feiern den Gottesdienst nach verschiedenen östlichen Riten und stehen in ihrer Tradition und hierarchischen Verfasstheit den anderen Ostkirchen nahe, erkennen jedoch den Papst als Oberhaupt der Weltkirche an (deswegen mit Rom unierte (geeinte) Kirchen genannt).
  • Armenisch-katholische Kirche
  • Chaldäisch-katholische Kirche
  • Koptisch-katholische Kirche
  • Lateinisches Patriarchat von Jerusalem
  • Maronitische Kirche
  • Melkitische Griechisch-Katholische Kirche
  • Syrisch-katholische Kirche
  • Ukrainisch-Katholische Kirche
Frauen wirken bei Wahl des koptischen Papstes mit:
Der sogenannte Millet-Rat ist ein weltliches Gremium mit 24 gewählten Mitgliedern, unter ihnen auch einige Frauen.
Der Millet-Rat wirkt mit bei der Wahl des koptischen Papstes.
Die Papstwahl bei den Kopten:
http://www2.evangelisch.de/themen/religion/papstwahl-in-%C3%A4gypten-gott-hat-das-letzte-wort59909


Katholische Kirchen des Orients:
http://de.wikipedia.org/wiki/Unierte_Kirchen_%28katholisch%29
Röm.-Kath.
Kirche
Keine Demokratie in der Röm.Kath. Kirche:
Demokratie, also "Volksherrschaft", entspricht nicht dem bisherigen Charakter der Römisch-Katholischen Kirche, die im Gegensatz zu weltlichen Gemeinwesen von oben nach unten statt von unten nach oben aufgebaut ist, getreu dem Jesus-Wort "Nicht ihr habt mich, sondern ich habe euch erwählt." (Johannes 15, 16) In einer monotheistischen Religion steht klarerweise der eine Gott unumstritten an der Spitze, seine Geschöpfe können keinerlei Führungsanspruch stellen und sich eigene Regeln geben. Das können nur Personen, die an keinen Gott als oberste Instanz glauben und sich daher als autonom (sich selbst Gesetze gebend) empfinden.
Dass in einer Religion wie dem Christentum wie in einer echten Demokratie das Recht vom Volk ausgeht, ist demnach mit ihrem Wesen in der Röm.-Kath. Kirche, nicht jedoch in vielen anderen christlichen Kirchen offensichtlich unvereinbar.
Verpflichtung der Priester zur Ehelosigkeit erst seit 1139
Priester in den Westkirchen und Bischöfe in den Kirchen der östlichen Tradition müssen heute zölibatär leben.
Seit der Trullanischen Synode 691 gingen die Teilkirchen im Osten im Hinblick auf die Priesterehe einen anderen Weg als die des Westens, wo sich die Entwicklung hin zu einer allgemeinen Verpflichtung der Priester zur Ehelosigkeit, wie sie denn auch 1139 tatsächlich kam, immer weiter verfestigte. So kommt es, dass in den Kirchen der östlichen Tradition bis heute nur die Bischöfe zum Zölibat verpflichtet sind, Priester als solche dagegen nur, wenn sie zum Zeitpunkt ihrer Weihe unverheiratet waren. Im hohen Mittelalter vollzog sich in der Westkirche im Zuge der Kirchenreformen des 11. Jahrhunderts der Übergang vom Enthaltsamkeitszölibat zum allgemein verbindlichen Ehelosigkeitszölibat der Priester. Im Jahre 1022 ordnete Papst Benedikt VIII. auf der Synode zu Pavia gemeinsam mit Kaiser Heinrich II. an, dass Geistliche künftig nicht mehr heiraten durften. Verstöße gegen den Zölibat wurden mit Kirchenstrafen belegt, und bereits verheirateten Geistlichen sollten Amt und Besitz entzogen werden.
Wie demokratisch ist die Kirche?
Wiener Zeitung | 13. März 2012
Autor Heiner Boberski
http://www.wienerzeitung.at/meinungen/blogs/religion_im_blick/443215_Wie-demokratisch-ist-die-Kirche.html


Verpflichtung der Priester zur Ehelosigkeit erst seit 1139
http://de.wikipedia.org/wiki/Zölibat

Demokratie in der Röm.-Kath. Kirche


http://www.wienerzeitung.at/meinungen/blogs/religion_im_blick/443215_Wie-demokratisch-ist-die-Kirche.html

Röm.-Kath. Bischöfe wurden lange Zeit in ihren Diözesen von Klerus und Volk oder später von Domkapiteln gewählt

Dass in einer Religion wie dem Christentum wie in einer echten Demokratie das Recht vom Volk ausgeht, ist demnach mit ihrem Wesen scheinbar unvereinbar. Wohl aber ist diskussionswürdig, ob die römisch-katholische Kirche als quantitativ bedeutendste Trägerin der christlichen Botschaft ihre hierarchische Struktur nicht wesentlich flacher als bisher gestalten könnte und sollte. Schließlich steht in der Bibel sehr deutlich: "Nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder." (Matthäus 23,8) Und: "Der Größte von euch soll euer Diener sein." (Matthäus 23,11)
Dass man über die Wahrheit nicht abstimmen kann, ist eine Binsenweisheit. Zwei mal zwei bleibt vier, auch wenn vielleicht einmal das Votum einer Gruppe von Anti-Mathematikern anders ausfallen sollte. Doch bevor eine Wahrheit unstrittig ist, kann sie durchaus "eine Tochter der Zeit" sein und je nach Erkenntnisstand unterschiedlich gesehen und akzeptiert werden. Über die von der katholischen Kirche im Laufe der Jahrhunderte als Dogmen definierten Wahrheiten, auch über die bis heute heftig diskutierte päpstliche Unfehlbarkeit, wurde jedenfalls sehr wohl auf Konzilen abgestimmt, wenn auch nur vom auserlesenen Kreis der Bischöfe. Die wurden übrigens lange Zeit nicht vom Papst oder Kaiser ernannt, sondern in ihren Diözesen von Klerus und Volk oder später von Domkapiteln gewählt. Wenn heute verlangt wird, dass etwa diözesane Pastoralräte an der Kandidatensuche für Bischofsernennungen beteiligt werden, gilt das bei der Kirchengeschichte unkundigen konservativen Katholiken schon als häresieverdächtig.

Frauenordination


http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Frauenordination

Frauenordination (Buddhismus) in der Gegenwart

In den von der thailändischen Waldtradition ausgehenden westlichen Klöstern kam es 1983 zu einer Sonderform, der Siladhara-Nonne. Diese war im westlichen Umfeld den Mönchen in vielen Bereichen gleichgestellt, in Thailand galt sie als Mai Chi. Nach der Nonnen-Kontroverse vom Herbst 2009 mussten die Siladhara ihre Minderwertigkeit in fünf Punkten anerkennen und alle Bestrebungen nach einer Bhikkhuni-Ordination fallen lassen.
Der Buddhismus außerhalb Asiens kennt die Frauenordination seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (praktisch auch im Theravada) und hat herausragende Lehrerinnen-Persönlichkeiten hervorgebracht, wie unter anderem Ayya Khema, Houn Jiyu-Kennett, Prabhasa Dharma, Charlotte Joko Beck, Pema Chödrön, Tenzin Palmo, Ajahn Sundara, Sylvia Wetzel.

Verbreitung der Frauenordination in christlichen Kirchen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenordination_(Christentum)
Weltweit sind jene Kirchen, die keine Frauenordination anerkennen, nach Mitgliederzahlen in der deutlichen Mehrheit (ca. 85 %). In Deutschland ist es nach Mitgliederzahl ungefähr die Hälfte der Kirchen, die eine Frauenordination befürwortet. Nach Kontinenten betrachtet ist festzustellen, dass in den Kirchen mit unterschiedlichen Varianten (s.u.) die Frauenordination vorwiegend in der westlichen Welt, also Europa, Anglo-Amerika und Australien-Ozeanien anzutreffen ist, wesentlich seltener hingegen in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Christliche Kirchen mit prinzipieller Frauenordination


Unterschiedliche Varianten der Frauenordination in christlichen Kirchen


Christliche Kirchen ohne Frauenordination

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